Diversa

Mathilde Kralik von Meyrswalden

Österreichische Komponistin

Geschichte zu Mathildes Geige

Im Jahr 2012 bekam ich eine Mail von Frau Maria Jilka aus Wien mit dem Hinweis:

 „Herr Kralik, ich bin im Besitz der Geige von Mathilde Kralik von Meyrswalden.“

Das war natürlich eine Überraschung, denn es war in der Familie nicht bekannt, dass die Komponistin eine Geige besaß. Als Beweis wurden der Mail ein Bild von der Geige und eine handschriftliche Schenkungsurkunde vom 27. Januar 1944 beigefügt. Wie aus der Schenkungsurkunde zu ersehen, übergibt Mathilde die Geige an ihren langjährigen Kopisten Josef Neumann. Neumann gehörte zu der Zeit dem Polizeiorchester der Stadt Wien an, nebenbei verdiente er sich Geld mit Kopierarbeiten von Noten. Der überwiegende Teil des Notenmaterials der Komponistin wurde von ihm handschriftlich kopiert und liegt heute in der österreichischen Nationalbibliothek. Frau Maria Jilka wiederum ist die Enkeltochter des Herrn Josef Neumann.  Recherchen ergaben, dass die Geige in der Werkstatt des Italieners Alexander Galiani (Alessandro Gagliano 1660–1725) im Jahr 1703 gebaut wurde. Auch das Monogramm auf der Geigendecke ist der Werkstatt zuzuordnen.